Prüfungstag auf dem Reiterhof Hennings

Wie ihr auf Facebook sicher schon gelesen habt, hatten wir am Sonntag bei uns Prüfungen zum Reitabzeichen 10,9,7 und 5. Außerdem zum Trainerassistentenschein und zum Longierabzeichen. Die Trainerassistenten haben von Freitagnachmittag bis zum Sonntagvormittag einen straffen Lehrgang durchgezogen. Sie mussten einiges lernen zum Thema Reitunterricht geben, Aufsichtspflicht, Konfliktbewältigung und und und… Außerdem mussten sie für ihr Longierabzeichen üben, welches Voraussetzung für den Trainerassistentenschein ist. Die Teilnehmer waren fast alle ehemalige Ferienkinder, die in diesem Jahr als Betreuer kommen möchten. So können wir unsere Betreuer selber ausbilden und alle Punkte, die uns besonders wichtig sind vermitteln. Außerdem konnten sie das Longieren gleich mit unseren Longenponys und -Pferden üben und kennen das schon für den Longenunterricht mit den Kindern in den Ferien. Wir freuen uns, dass unsere zukünftigen Betreuer so viel Engagement und Ehrgeiz mitbringen, so einen Lehrgang zu absolvieren um für den Betreuerjob vorbereitet zu sein!

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Für das Reitabzeichen 10 hatten wir 2 Mädchen, die hier seit ca. einem Jahr Reitunterricht nehmen. Antonia und Jana sind an der Longe auf Sternchen geritten und haben mit Andra Bodenarbeit gemacht. Erst die eine, dann die andere, natürlich 😉 Die Trainerassistenten haben Sternchen longiert und den Kindern die Anweisungen gegeben. Antonia und Jana konnten den Richtern alle drei Gangarten, sowie leichttraben und aussitzen zeigen. Außerdem waren sie sehr mutig und sind ganz oft galoppiert, da ja jeder Trainerassistent das Pony an der Longe galoppieren lassen musste.

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Das Reitabzeichen 9 haben Jette mit Max, Emmi mit Blitz und Lina mit Angie gemacht. Wir wissen alle, dass das ganz tolle und artige Ponys sind, aber wir wissen auch, dass das keine Schlaftabletten sind und sie durchaus ihren eigenen Kopf haben. Ponys halt. In der Vorbereitung haben die Mädels viel geübt, einen ordentlichen Zirkel zu galoppieren, ohne das die Ponys abkürzen oder sogar ganze Bahn weiter galoppieren. Manchmal waren die Ponys auch ganz schön schnell, aber die Mädchen haben sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Als wir also in der Prüfung waren und die Mädchen den Teil in der Abteilung gezeigt hatten, waren die Richter schon so begeistert, dass das Publikum einmal applaudieren sollte, was es natürlich auch direkt tat. Die Mädels sind ja auch wirklich super geritten. Die Ponys waren dann aber so angespornt vom Applaus, dass sie direkt mal in den Galopp gingen. Kein Problem aber für meine Mädchen, sofort konnten sie die Ponys durchparieren und die Richter konnten gleich erkennen, dass die Prüflinge sattelfest sind. Danach ritten sie noch etwas durcheinander und zeigten nochmal alleine alle drei Gangarten.

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Das Reitabzeichen 7 haben Merja mit Fee, Lina mit Hanni, Malit mit Petzi, Lea mit Malou und Annabell mit Gipsy gemacht. Auch hier mussten die Mädchen sich in der Vorbereitung schon intensiv mit den Pferden auseinander setzen, da die Ponys im Winter immer etwas schneller sind als in den Ferien, weil sie mehr im Stall stehen und es auch kälter ist. Viele von euch wissen, dass die Pferde dann etwas spritziger werden können. Dennoch zeigten die Mädchen mit ihren Ponys in der Bodenarbeit Schritt, Trab, Halten, Rückwärts richten und das Springen über ein Cavaletti. In der Abteilung zeigten sie die Hufschlagfiguren im Schritt und Trab, im leichttraben und aussitzen. Die Hufschlagfiguren wurden sehr genau ausgeritten und alle haben einen super Abstand von einer Pferdelänge zum Vordermann eingehalten, sodass die Richter eigentlich das durcheinander gar nicht mehr sehen mussten. Sie haben so schon erkannt, dass jeder das Reitabzeichen 7 erhalten kann. Dennoch haben wir natürlich das galoppieren und Springen beim durcheinander Reiten noch einmal gezeigt.

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Das Reitabzeichen 5 hat Kathleen gemacht. Sie fing an mit der Dressur mit Belmont. Leider gab es da einen kleinen Patzer. Pferd und Reiter waren etwas nervös, was ja aber auch verständlich ist. Dafür war das Springen umso besser. Hier in Dithmarschen ist das Springen ja eh etwas beliebter. Lycour, der ja ein alter Turnierhase ist, war direkt im Turniermodus. Für Kathleen war es wichtig, ihn so vorzubereiten, dass er warm ist und aufmerksam auf die Sprünge ist, allerdings musste sie aufpassen, dass er ihr nicht zu heiß wird. Er ist nämlich super ehrgeizig im Parcours und versucht dann auch immer die beste Zeit zu haben. Kann ihm ja keiner erklären, dass es hier um Stil und nicht um Zeit geht.

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Den Parcours hatte ich auf 80 cm Höhe aufgebaut, wie wir das auch im Training geübt haben. Doch der Richter hat es nachher noch ein wenig runter gebaut um es einfacher zu machen. Ich hatte mich als Trainerin natürlich über die vereinfachten Bedingungen für Kathleen gefreut, Kathleen war aber etwas enttäuscht. Lycour springt besser wenn die Hindernisse höher sind. Letztendlich war da aber kein Unterschied und die Höhe macht da sowieso keinen Unterschied, vor allem nicht bei so einem Pferd wie Lycour. Ohne Fehler und in einem guten, frischen Tempo (ohne dass ich einen Herzinfarkt bekomme) sind die beiden durch den Parcours geschnurrt, als würden sie nie was anderes machen. Die Richter waren sehr zufrieden und sie hat auch eine gute Note für das Springen bekommen. Im Anschluss wurde sie noch in der Theorie befragt (Zitat Richter: „Die wusste alles!“) und danach hat sie Lycour noch auf der Dreiecksbahn vorgemustert. Dazu muss man sagen, dass Kathleen schon Kreismeisterin der Jungzüchter geworden ist und seit ca 4 Jahren jedes Jahr bei Kreismeisterschaft und Landeswettkampf und anderen Wettkämpfen weit vorne platziert ist und auch Lycour schon 2 mal bei der Kreismeisterschaft teilgenommen hat. Es war ein Selbstläufer und lief ohne Probleme.

Zum Abschluss konnten die Richter dann verkünden, dass alle bestanden hatten. Viele Eltern hatten den ganzen Vormittag zu geguckt und waren nun auch bei der Siegerehrung dabei. Schwer zu sagen wer stolzer war: Trainer, Reitschüler oder Eltern 😉

Für mich, als Trainer, war es ein sehr aufregender Tag. Alle Reitschüler für die Reitabzeichen haben bei mir angefangen zu Reiten und Reiten seit dem bei mir. Und natürlich auch die Ponys, die mit so viel Vertrauen und so artig die Prüfungen gemeistert haben. Das kommt natürlich dadurch, dass alle Kinder einen sehr guten Umgang mit dem Pferd haben und mit sehr ruhigen Händen und einer guten Balance reiten, ohne die Pferde zu behindern. Das macht mich natürlich stolz.

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