Happy End

Ganz leise und heimlich hat sich letztes Jahr in dem ganzen Corona- Chaos ein kleines Happy End für Beule ereignet. Und wir haben in letzter Zeit schon oft die Frage gehört „Wo kommt er denn auf einmal her?“ und „Wieso heißt der Kater Beule?“, deshalb schreiben wir euch das hier einmal auf.

Beule hat uns schon Anfang 2020 besucht und wurde von unseren Katzen auch zum Essen eingeladen. Ein paar Wochen später hatten wir übrigens Katzen- Babys…. Wir haben ihn aber immer nur kurz gesehen, denn sobald wir den Stall betraten, flitzte er schnell weg. Im Laufe des Sommers kam er aber immer mal wieder und futterte sich bei uns durch. Anfassen ließ er sich aber nicht, er suchte schnell das Weite, wenn er einen Manschen sah.

Irgendwann kam er mit einer ganz, ganz großen Wunde auf dem Kopf. Das sah aus, als hätte er ein großes Loch im Kopf. Kathleen und ich (Merle), versuchten ihn einzufangen, um ihn zum Tierarzt zu bringen, aber er ließ uns nicht nahe an sich ran. Nichtmal mit Futter. Nebenbei stellte er aber trotzdem immer mehr Ansprüche und streitete sich mit Kasimir und Fred. Wir wollten natürlich nicht, dass er unsere Kater verscheucht, also haben wir ihn immer aus dem Stall gescheucht, wenn es was zu Essen gab. Da es uns aber auch das Herz brach, ihn vor die Tür zu setzen, haben wir ihn dann immer vor der Stalltür gefüttert.

Und irgendwann, von einem Tag auf den anderen, überlegte Beule sich, dass er doch gerne ein Schmusekater wäre. Immer strich er um unsere Beine herum und ließ sich auch bald streicheln. Seine Wunde am Kopf war mittlerweile verschorft und wuchs zu und er war fit wie ein Turnschuh. Er wurde sogar genauso kommunikativ wie unsere anderen Katzen und miaute uns an, wenn er Hunger hatte. Auch mit den anderen Katzen und Katern arrangierte er sich und manchmal lagen Kasimir und Beule auch in der Sattelkammer oder im Stroh nebeneinander. Hochheben ließ er sich jedoch immer noch nicht. Im Herbst war es denn aber soweit, dass Kathleen und ich ihn in eine Transportbox bekommen haben und mit ihm zum Tierarzt fahren konnten. Dort wurde er kastriert und sie haben ein Projektil rausoperieren können, welches hinter seinem Ohr saß. Der arme Kerl wurde tatsächlich angeschossen und daher kam auch die große Wunde. Wenn man ihn über den Kopf streichelt, kann man es noch spüren, daher kommt auch der Name. Eigentlich war es ein Spaß, aber irgendwie ist der Name jetzt geblieben…

Von dem Arztbesuch hat er sich so flott erholt und mittlerweile ist er ein Teil unserer Stallgemeinschaft. Er ist so verschmust und sogar manchmal etwas eifersüchtig, wenn wir eine andere Katze streicheln oder auf dem Arm haben, dann kommt er immer und streicht auffordernd um unsere Beine. Und ein bisschen verliebt in Mine ist er auch noch und liegt gerne mit ihr und deren Kindern in der warmen Sattelkammer. Auf den Arm möchte er aber immer noch nicht, das ist aber auch in Ordnung.